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Sonntag, 11. Oktober 2009

Kleinvieh macht auch Mist

Zu Wochenbeginn passierte erst mal nichts. Also konnten wir nur lange Gesichter machen. Im Dachgeschoss fehlen auf jeden Fall noch die Innenwände. Und weil uns unser Bauleiter schon mitgeteilt hatte, dass nächste Woche - während die Maurer Urlaub haben - der Dachstuhl gerichtet wird, erwarteten wir, dass die Innenwände endlich hochgezogen werden.

Im Dachgeschoss haben die Maurer nach Fertigstellung der Giebelwände ihr ganzes Improvisationstalent gezeigt. Die Jungs haben einfach je eine Palette Steine an die Wand gestellt und mit einen Transportgurt die Wand und die Steinpalette aneinandergezurrt. Ich frage mich, ob ich mir jetzt Sorgen machen muss. Klebt der Mörtel nicht so gut wie erhofft? Muss ich beim Einzug vorsichtshalber je einen Kleiderschrank pro Wand vorsehen und dann mit dieser verknoten, damit sie stehen bleibt?   ;-)





Vertrauenserweckend: 
Die Giebelwand ist mit einer Steinpalette gegen Fallsucht gesichert.


Ich bin immer davon ausgegangen, dass u.a. der Giebel das Dach tragen muss. Und wenn die Giebelwände schon festgezurrt werden müssen, damit sie nicht von allein umfallen, wie soll dann das Dach getragen werden???
OK, wir warten ab. Das ist ja nicht das erste Haus unseres Bauunternehmers.


Mittwoch:
Ah, Abwasserrohre.




Oh ha, der Revisionsschacht und das Regenrückhaltebecken sind gesetzt worden. Mindestens 2 m³ Regenrückhaltebecken ist laut Bauplan vorgeschrieben, und mehr haben wir auch nicht geplant. Im Vergleich zu unseren Nachbarn sieht das Ganze doch manierlich aus. Die haben nämlich alle eine Zisterne von 8 - 9 m³ eingebaut. Scheinbar kommt in Kürze eine lange Dürreperiode.



 
Donnerstag: 
Von wegen Dürreperiode! In der Nacht zum Donnerstag hat es sintflutartig geregnet. In Oberhausen und Duisburg stand das Wasser teilweise kniehoch auf der Straße, schrieben die Zeitungen. Tagsüber hat es zu allem Überfluss auch noch geregnet, so dass die Arbeiten an der Entwässerungsanlage auf Freitag verschoben wurden. 


Bei unserem Nachbarn OWL-Aktuell ist bis Mitte der Woche ebenfalls das Dachgeschoss fertig geworden - auch noch ohne Innenwände. Beruhigend! 
Die Maurer haben sich sichtlich Mühe gegeben. Die Giebelwände sind gar nicht mehr stufig im Vergleich zu unseren. Sieht echt gut aus. Leider konnten wir die zugehörigen Bauherren noch nicht kennenlernen.



 
OWL-Aktuell mit schönen Giebelwänden



Freitag:
Juhu, es passiert wieder etwas. Ein Tiefbauunternehmen hat wieder einen Burggraben um's Casa gezogen. Eigentlich blöd, warum zuvor der Arbeitsraum schön vollständig verfüllt worden ist. Die doppelte Arbeit hätte man sich doch auch sparen können. Naja, da liegen sie also, die Abwasserrohre; genauso wie es in den Plänen eingezeichnet ist.



 




 


Was uns abschließend noch aufgefallen ist:
Auf einem der Grundstücke im Neubaugebiet hat scheinbar noch jemand mit dem Hausbau begonnen. Allerdings so sicher sind wir uns da noch nicht. Denn seit zweieinhalb Wochen fährt dort eine Bagger hin und her, schiebt das Erdreich von A nach B und wieder zurück. 
Wir vermuten schon eine Baggerfahrschule. Irgendwo muss das Baggerfahren ja auch gelernt werden. Seit Freitag stehen nun auch Holzstangen auf dem Grundstück. Ob die auch Slalom fahren üben? Mal sehen, was dort nächste Woche passiert.



Die Baggerfahrschule im Neubaugebiet

Mittwoch, 2. September 2009

Schalung und Pumpenschacht


Für den Rest dieser Woche habe ich mir Urlaub genommen. Jetzt packe ich mir einen Klappstuhl und einen Sonnenschirm ein, setze mich auf mein Grundstück und schau den Maurern bei der Arbeit zu. Das ist Urlaub wie Bauherren ihn machen.
Quatsch! Wir wollen endlich mal noch ein paar Angebote für das ein oder andere Gewerk einholen und außerdem noch ein paar Materialien aussuchen. Zum einen überlegen wir, die Fenster selbst zu beauftragen. Aktuell sind die Fenster noch in den Leistungen unseres Generalunternehmers enthalten. Wir haben uns jedoch den Preis für dieses Gewerk bereits vorher einzeln ausweisen lassen, um es evtl. selbst in Auftrag zu geben. Das Gleiche haben wir noch mit der Haustür, den Fensterbänken und den Innentüren gemacht. Sämtliche Fliesen wollen wir nach Möglichkeit ebenfalls selbst besorgen und zum Teil auch selbst verlegen. Die Bäder lassen wir allerdings komplett machen. Das wird dennoch viel Arbeit.
Bevor wir zum Fensterbauer gefahren sind, haben wir uns kurz noch einmal auf der Baustelle blicken lassen. Ein WC fehlt immer noch. Ich frage mich, ob die Jungs alle überschüssige Flüssigkeit ausschwitzen oder beim Nachbarn in die Grube schiffen.

Nun ja, es fällt auf, dass die Schalung für die Sohlplatte bereits komplett aufgestellt worden ist. Im Gegensatz zu anderen Rohbauten, die wir uns in den letzten Monaten angesehen haben, finde ich nicht, dass unsere Sohlplatte klein aussieht. Vielleicht ist das aber auch nur so, weil es das eigene Haus wird. Das eigene Baby findet man ja auch immer niedlich.
Die Bauarbeiter sind gerade dabei den Pumpenschacht zu setzen. Sieht spaßig aus.


Danach werden dann wohl die Abwasserrohre, die aus dem Keller führen, an diesen Schacht angeschlossen. Morgen wissen wir mehr.

Ach ja und heute hat der Bauherr,
also meine Wenigkeit, das erste Mal die Baugrube betreten.
Wer es bis jetzt noch nicht wusste, der Wittenberg ist total pingelig. Also wurde erst mal das Schnurgerüst nachgemessen, wer weiß, was die Vermesser so alles messen.
Gesagt, getan, gezweifelt und mal eben telefoniert. Dann wieder beruhigt. Doch alles gut. Zehn Cent für die Gedanken des Bauleiters.